Dadaab, Kenia / Berlin, Deutschland, Dezember 2011:
In der Ortschaft Dadaab, fünfundsiebzig Kilometer südlich der Grenze zu Somalia, betreibt das UNHCR mehrere Flüchtlingslager, die ursprünglich für neunzigtausend Menschen ausgelegt waren. Momentan sind in Dadaab etwa eine halbe Million Menschen, die zumeist ernährungstechnisch und medizinisch völlig unterversorgt sind. Zu allem Übel bricht dort gerade die Cholera aus. Die Wartezeiten ins Lager werden trotzdem länger.
Auch und gerade in Zeiten einer europäischen Währungs-, Banken- und Identitätskrise, darf eine solche Katastrophe nicht von den Medien ausgeblendet werden. Daher soll der Benefizabend „Dadaab – Paradies ist anderswo, 17.12.2011“ auch ein Versuch sein, diese humanitäre Katastrophe mehr in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken.
Da Berlin nun einmal Berlin ist, schnürt „Dadaab – Paradies ist anderswo, 17.12.2011“ ein Paket aus Tanz, Musik, Nahrung und Bildender Kunst, Livepaintings, Sound- und Lichtinstallationen, musikalischen Performances, visuellen und interaktiven Präsentationen über Somalia, Kenia und die Krise in Dadaab.