Ausstellung

JUST–LETTERS FROM ALEPPO

Letters from Aleppo (Briefe aus Aleppo), eine Ausstellung des in Berlin lebenden Urban-Art-Fotografen Just, wird von der Open Walls Gallery kuratiert und am 15. Februar 2013 im Stattbad eröffnet.

Justs fotografische Arbeit bildet eine Reise ab: Er studierte zunächst Fotografie in Schottland, wo er mit der Rahmung von Bildern sein Geld verdiente und gleichzeitig als Teil der dortigen Punk- und Hausbesetzerszene, diese fotografisch abbildete. Über diese Bewegung gelangte er bald in die nächste eingeschworene Gemeinschaft und begann sich auf Graffiti und Street Art zu konzentrieren. Wie es die US-amerikanische Fotojournalistin Martha Cooper formulierte: „Justs atemberaubende Fotos dokumentieren die Aktionen kühner Graffiti-Künstler auf dramatische Weise. Diese Bilder lassen Sie indirekt die Gefahr und den Nervenkitzel des Rooftop Writing spüren.“

 

Feb 15 bis Mär 2 18:00

Öffnungszeiten

Letters from Aleppo
15. Februar — 02. März 2013

Vernissage: 
Freitag, 15. Februar 2013 
18 Uhr

Öffnungszeiten: 
Donnerstag — Samstag, 
17-20 Uhr

Eintritt: 3 €

Stattbad Wedding
Gerichtstr. 65
S+U Wedding,
S-Humboldthain

Über die Ausstellung

Der erste Teil der Ausstellung macht den Besucher mit den Bildern von Just vertraut, die in Berlin und an verschiedenen anderen Orten u.a. in Hamburg, dem Ruhrgebiet, Polen, New York, Tel Aviv und Bangkok aufgenommen wurden.

Seine Fotos zeigen sowohl fertiggestellte Bilder, genauso wie Skizzen der dokumentierten Künstler; selbst Teil des vertrauten Kreises einer bestimmen Szene zu werden gehört zu Justs einzigartigem künstlerischen Arbeitsprozess. Die bis dahin dokumentierten Begegnungen und Orte führten ihn schließlich in die Straßen von Aleppo. Wie schon vorher als vertrauter Beobachter der Street-Art, setzte er sich in Syrien hautnah mit dem Leben der Menschen, die er auf den Straßen der syrischen Stadt traf, auseinander.

Von Momentaufnahmen von Künstlern in Aktion zu Momentaufnahmen aus dem Leben der Menschen ...

Der zweite Teil der Ausstellung ist eine trimediale narrative Installation, ein Tagebuch, das von der Erfahrung berichtet, in eine andere Realität und ins Leben anderer Menschen einzutauchen. Sie beinhaltet Briefe, die diese Erfahrung beschreiben, Fotos, die sie illustrieren, und eine von Thomas Rassloff aufgenommene einrahmende Klanginstallation, die dabei hilft, den Betrachter in die beschriebene Situation hinein zu versetzen. Sowohl die Fotos, die im Dezember letzten Jahres in Syrien aufgenommen wurden, als auch die Briefe, die Just während seines Aufenthalts schrieb, werden in Großformaten gezeigt, der Betrachter wird mit dem geschriebenen Bericht genauso zu konfrontiert wie mit den aufgenommenen Bildern. Sie beschreiben ein anderes Alltagsleben, das für eine Weile zu seinem eigenen wurde. Die Ausstellungseröffnung fällt mit der Veröffentlichung in Reportagen, einem bekannten schweizerischen Reportagemagazin, zusammen.